Irmgard Landthaler - Ernährungsberatung
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Fragen und Antworten

Was ist PEP?

  • PEP – das Phosphat-Einheiten-Programm - Phosphatmanagement bei Nierenerkrankungen:

    Gestern, Heute und die Zukunft der diätetischen Therapie

    Eine Hyperphosphatämie (Serum-Phosphat-Spiegel > 5.5 mg/dl) findet sich bei einem Grossteil aller Dialysepatienten und tragen direkt und indirekt über ein gesteigertes Calcium-Phosphatprodukt zu Entstehung und Progression der Atherosklerose. Langfristig ist dies mit einem gesteigerten Mortalitäts- und Morbiditätsrisiko verbunden. Die Behandlung der Hyperphosphatämie basiert auf drei Säulen, nämlich der Phosphat-Elimination während der Dialyse, der diätetischen Phosphatrestriktion und der Einnahme von Phosphatbindern. Um einen optimalen Behandlungserfolg zu erzielen, sollte die eingenommene Phosphatbinderdosis an den Phosphatgehalt einer jeden Mahlzeit angepasst sein. Klinische Studien zeigen jedoch, dass dies in der Regel nicht der Fall ist und dass zu phosphatreichen Zwischenmahlzeiten oft gar keine Phosphatbinder eingenommen werden.

    Wir haben ein neues Konzept entwickelt, mit dem es Patienten ermöglicht wird, den Phosphatgehalt individueller Mahlzeiten ohne weitere Hilfsmittel akkurat abzuschätzen und die Dosis der Phosphatbinder and die zugeführte Phosphatmenge anzupassen. In unserem Konzept wird der Phosphatgehalt einzelner Lebensmittel nicht mehr in Milligramm, sondern anhand neu definierter Phosphat-Einheiten angegeben. Eine PHOSPHAT-EINHEIT (PE) umfasst dabei eine Spanne von 100 mg Phosphat. Der Phosphatgehalt ganzer Lebensmittelgruppen (z.B. Fleisch, Fisch oder Käse) kann nach diesem Prinzip einheitlich bewertet werden.

    In einem strukturierten Schulungsprogram (PEP) lernt der Patient, den Phosphatgehalt ganzer Mahlzeiten durch einen kurzen Blick auf den Teller abzuschätzen und die einzunehmende Phosphatbinderdosis selbständig anhand eines vom Arzt vorgegebenen PB/PE-Verhälnisses (z.B. 1 Tbl. Phosphatbinder pro 1 oder 2 PE) festzulegen. Das initial empfohlene PB/PE-Verhältnis muss anfangs in regelmäβigen Abständen vom Arzt an den individuellen Bedarf des Patienten angepasst werden. Eine erfolgreiche Anpassung sollte in einer Verbesserung der Serum-Phosphatwerte sichtbar werden.

    PEP – das Phosphat-Einheiten-Programm – enthält neben einer Broschüre für Arzt und Schulungspersonal, ausführliches Informationsmaterial für den Patienten, sowie eine Merkstütze im Taschenformat. Die Schulung erfolgt mit einem speziellen Satz von 150 Fotokarten, mit denen komplette Mahlzeiten zusammengestellt werden können. Auf der Rückseite einer jeden Fotokarte finden sich Hinweise zum PE-Gehalt des jeweils dargestellten Lebensmittels. Der Einfluss von PEP auf die Phosphatkontrolle bei Dialysepatienten wird derzeit in klinischen Studien untersucht.

    PEP – das Phosphat-Einheiten-Programm wurde mit Unterstützung der Firma genzyme entwickelt.